Bildungsbereiche

Bildungsbereiche

Unsere Tageseinrichtung für Kinder führt die Bildungsarbeit nach den Grundsätzen der Bildungsvereinbarung NRW durch.

Wir möchten die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützen und ihnen helfen, ihre Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen.

Folgende Bildungsbereiche werden angesprochen:

  • Bewegung
  • Körper, gesundheit und Ernährung
  • Sprache und Kommunikation
  • Soziale und (inter-) kulturelle Bildung
  • Musisch-ästhetische Bildung
  • Religion und Ethik
  • Mathematische Bildung
  • Naturwissenschaftliche Bildung
  • Ökologische Bildung
  • Medien

Der Begriff "Bildung" umfasst dabei nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Es geht darum, Kinder in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist Grundlage jedes Bildungsprozesses.

Bewegung

Das natürliche Grundbedürfnis von Kindern ist es, sich zu bewegen. Kinder suchen eigenständig nach Bewegungsmöglichkeiten und fein- und grobmotorischen Herausforderungen. Die Bewegung ist lebenswichtig für ein Kind – nicht nur für seine körperliche, sondern auch für seine psychische, soziale und kognitive Entwicklung. Bewegung ist nämlich viel mehr als bloß eine Sache von Muskelkraft und Ausdauer, Gleichgewicht und Schnelligkeit. Kinder lernen die räumliche und dingliche Welt mit allen Sinnen kennen und begreifen. Kinder erschließen sich ihre Umwelt zunächst nicht ausschließlich über das Denken sondern vielmehr über die Bewegung. Kinder verfügen über eine natürliche Bewegungsfreude und -fähigkeit. Strampelnd, kriechend, krabbelnd, rennend, springend, kletternd, mit anderen tobend, hüpfend, fassend, hebend, schiebend und auf vielerlei Art und Weise mehr erobern sie sich und ihre Welt. Sie entdecken ihren Körper und seine Fähigkeiten, bilden ihre grob- und feinmotorische Geschicklichkeit aus.

Bei jüngeren Kindern ist Bewegung in erster Linie in das Spiel und somit in den Alltag integriert. Rollenspiele, dass Konstruieren und Spielen auf dem Bauteppich u.ä. sind maßgeblich von Bewegung geprägt.

Wir bieten Kindern abwechslungsreiche und anregende Spiel- und Bewegungsräume sowie einen bewegungsanregenden Außenbereich.

So schaffen wir die Voraussetzungen, dass Kinder selbstständig ihre eigenen Bewegungsherausforderungen, an denen sie ihre Wahrnehmung und ihre Geschicklichkeit ausbilden, entwickeln können. Sport- und Therapiegeräte werden zusätzlich für gezielte Angebote in das Spiel der Kinder integriert.

Die Kinder erhalten so die Möglichkeit, ihre Geschicklichkeit in Alltagssituationen in ihrem eigenen Tempo auszubilden.

 

Zielsetzungen:

  • Erweitern und verbessern der Motorik
  • Körperkoordination
  • Erfahrungen in Räumen
  • Konzentration
  • Bewegungsfreude erfahren
  • Wahrnehmung/ Körperbewusstsein

 

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Bereitstellen von Räumen, in denen sich Kinder „frei“ bewegen können, wie die Turnhalle
  • Bewegungsbaustellen
  • Rhythmisch-musikalische Angebote
  • wöchentliche Turntage für alle Kinder am Vormittag
  • zusätzliches Turnen in der benachbarten Sporthalle
  • der Bewegungsraum der Kita ist im Rahmen des teiloffenen Konzeptes täglich geöffnet
  • Großeltern–Kind Turnen am Nachmittag
  • zusätzliches psychomotorisches Turnen für definierte Zielgruppen
  • tägliches Spielen auf dem großen und bewegungsanregenden Außengelände
  • Bereitstellung unterschiedlicher Fahrzeuge (Bobby-Car, Dreiräder, Laufräder…)
  • Wald- Aufenthalte, u. a. mit der Herausforderung durch unterschiedliche Untergründe und Unwegsamkeiten
  • anregendes Außengelände für verschiedenste Bewegungsabläufe mit unterschiedlichen Untergründen, Ebenen und Materialien (Klettergerüste, Turnstangen, Verstecke, Fahrzeuge, Sandspielzeug, Nestschaukel…)

Körper, Gesundheit und Ernährung

Körperliche und seelische Gesundheit sind Grundrechte von Kindern. Kinder erfahren sich und ihren Körper durch Bewegung, Handlungen und Gefühle. Durch diese Bezugspunkte entwickeln sie ihr Selbstkonzept und ihre Identität

Unsere Einrichtung unterscheidet zwischen den altersgemäß unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern und den besonderen Anforderungen von Kindern mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und/oder (Wahrnehmungs-)Störungen. Alle Kinder sollen sich mit ihrem Körper vertraut machen und altersgemäß Verantwortung für ihn übernehmen lernen.

Essen und Trinken ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Eine optimale Ernährung für Kinder enthält alle erforderliche Lebensmittel für ihr Wachstum, ihre gesunde, körperliche und geistige Entwicklung und beugt der Entstehung von Krankheiten vor.

Die Bereiche Körper, Gesundheit und Ernährung stehen eng miteinander in

Verbindung und werden in unserem Konzept nicht getrennt.

Zielsetzung:

  • Kindern Essen und Trinken nahebringen
  • Kindern Spaß am gesunden Essen vermitteln
  • Eltern aufklären, begleiten, stärken

Die Umsetzung erfolgt über:

  • eine anregungsreiche Umgebung und Materialen
  • jüngere Kinder erfahren ihren Körper vor allem über sinnliche Angebote
  • älteren Kindern bieten wir kognitive Angebote über Aufbau und Funktion des Körpers
  • allen Kindern ermöglichen wir Individualität
  • Präventionsmaßnahmen und Vermittlung von Wissen, wie Unfälle verhindert werden und der Körper gesund gehalten wird
  • Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Bereiche Körper, Gesundheit und Ernährung 
  • Vermittlung einer positiven Einstellung zur Ernährung
  • Durchführung eines Frühstückskonzeptes, wie 1x monatlich "Lecker und Gesund"
  • Gemeinsamer Einkauf von gesunden Lebensmitteln
  • Trinktabelle
  • Lernen mit der Ernährungspyramide
  • Projekt „Lecker und Gesund“
  • Koch- und Back-Tage in den einzelnen Gruppen, bei denen gemeinsam mit den Kindern unterschiedlichste Gerichte zubereitet werden
  • Projekt mit Eltern und Kindern „Kinderleicht - mit Kindern kochen“
  •  „Rezept des Monats“
  • Tischkultur und Tischsitten
  • Angebote zur ganzheitliche und präventiven Gesundheitsbildung, wie bspw. Projekte zum Thema „Wo kommen unsere Lebensmittel her“ mit Exkursionen zum Bauernhof, zum Erdbeerfeld, Exkursionen zur Zahnarztpraxis, Erste Hilfe Kurs für die Maxi-Kinder u. ä.
  • unsere Fachkräfte sind ein positives Vorbild, sie vermitteln einen positiven Umgang mit Lebensmitteln und Tischkultur
  • Durchführung von Entspannungsangeboten
  • Durchführung von Angeboten zur Wahrnehmungsförderung unter anderem in einem speziell eingerichteten Raum oder im Außenbereich

Sprache und Kommunikation

Sprache ist die wichtigste Form wechselseitigen Verständnisses zwischen Menschen. Sie ist das wichtigste Medium der Kommunikation. Interkulturelle Erziehung und Sprachförderung gehören für uns zusammen. Sprachförderung in unserer Kindertageseinrichtung soll die sprachliche Kompetenz und die Mehrsprachigkeit fördern, positive Anregungen zur Identitätsbildung geben sowie Sprechfreude und Sprachrespekt vermitteln.

 

Das Erlernen von Sprache (Erst- und Zweitsprache) sollte so früh wie möglich beginnen. Die erste optimale Phase zum Erlernen einer Sprache endet bereits nach dem dritten Lebensjahr, die zweite Phase dauert bis zur Pubertät. Es besteht ein sprachwissenschaftlicher Konsens, dass es Kindern leichter fällt, die Begriffe und Regeln einer Zweitsprache zu erlernen, je besser und differenzierter das Verständnis eines Kindes für den Aufbau der Erstsprache ausgeprägt ist.

Eine gelingende Sprachförderung ist bereits mit der Aufnahme in der Kindertageseinrichtung notwendig. Nur so ist es möglich, die erste Phase des Spracherwerbs von Kindern noch zu nutzen. Die ganzheitliche Sprachförderung soll die Familien der Kinder konzeptionell einbeziehen, Leseanreize schaffen und mögliche Einschränkungen, wie Lese-Rechtschreib-Störungen, sollen präventiv bearbeitet werden.

Alltagsintegrierte Sprachförderung

In unserer Kindertageseinrichtung ist die ganzheitliche und alltagsintegrierte Sprachförderung als fester Bestandteil in der Gesamtkonzeption verankert. Sie wird nicht als isolierte Hilfe betrachtet. Die Grundlage für die pädagogische Arbeit bildet der „Situationsansatz“. Ganzheitliche alltagsintegrierte Sprachförderung setzt für uns voraus, dass entwicklungspsychologische und lerntheoretische Erkenntnisse über kindliche Lernprozesse ebenso berücksichtigt werden wie die verschiedenen Ebenen von Sprache und Kommunikation.

Dies sind:

  • das Sprachverständnis
  • semantisch-lexikale Kompetenzen (Wortbedeutung/ Wortschatz)
  • phonetisch-phonologische Kompetenzen (Lautproduktion/ Lautwahrnehmung)
  • prosodische Kompetenzen (Betonung/ Stimmmelodie)
  • morphologisch-syntaktische Kompetenzen (Wortbildung/ Satzbau)
  • pragmatische Kompetenzen (Kommunikation, Dialog, nonverbale Kompetenzen)
  • Literacy

Gezielte Sprachförderung in Alltagssituationen

Sprache ist für uns Bestandteil aller alltäglichen Abläufe in unserer Tageseinrichtung. Der zum Teil ritualisierte Tagesablauf (wie Begrüßung, Frühstück oder auch Morgenkreis) bietet den Kindern die Erweiterung ihrer Sprachkompetenz indem sie neue Wörter und Satzmuster immer wieder hören und selbst anzuwenden lernen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der Einsatz von Büchern, Bilderbuchbetrachtungen, Umgang mit Geschichten (hören und selbst erzählen) sowie der Umgang mit Buchstaben und anderen Symbolen. Für Kinder aus „lesefernen“ Familien übernimmt unsere Kindertageseinrichtung die wichtige Aufgabe, den Kindern „Literacy-Erfahrungen“ nahe zu bringen. Wichtiges Merkmal ist für uns hierbei die Grundhaltung der dialogischen Kommunikation zwischen Kind und Fachkraft. Kinder lernen Sprache durch Sprechvorbilder, dem Lernen durch Beobachtung und durch Nachahmung. Unterstützt wird diese Form der Sprachentwicklung durch möglichst vielfältige Sprechanreize bei uns durch:

  • altersgemischte Gruppen (Kinder lernen voneinander)
  • Rollenspiele und Phantasiereisen (lernen, Gefühle in Sprache umzusetzen)
  • Literacy (Vorlesen, Erzählungen, Geschichten interpretieren, Bilderbuchbetrachtungen, Reime)
  • musikalische Früherziehung ( Klanggarten)
  • Bewegung (Verbindung von Sprache und Bewegung)
  • Wahrnehmung, Ausbau und Benennung der Umwelt mittels Wald-Tagen, Ausflüge zur Feuerwehr, zum Wochenmarkt etc. (Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung, Sach- und Umweltbildung verbunden mit der Wortschatzerweiterung)

Ziel der alltagsintegrierten Sprachförderung in unserer Kindertageseinrichtung ist, dass möglichst alle Kinder bis zum Schuleintritt in der Lage sind, mit einem altersgemäßen Vokabular zu kommunizieren sowie grammatikalisch richtig und verständlich zu sprechen. Um dies zu erreichen, beginnt die Sprachförderung praktisch an dem Tag, an dem das Kind mit seiner Familie zum ersten Mal in die Einrichtung kommt. Hier beginnt der Aufbau neuer Beziehungen und der Kommunikation mit den Fachkräften und mit anderen Kindern.

Unsere alltagsintegrierte Sprachförderung richtet sich an alle Kinder und orientiert sich an deren Lebenssituationen und Bedürfnissen. Sie knüpft an dem Sprachentwicklungsstand jedes einzelnen Kindes an und versucht im Kind Interesse und Freude an Sprache zu wecken

Zielsetzung:

  • Sprachkompetenz
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Wissensvermittlung
  • Soziales - Lernen
  • Wahrnehmungsförderung

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Rollenspiele und Puppentheater
  • Bilderbuchbetrachtungen/ Literacy
  • Malen nach Musik
  • Graphomotorik
  • Schreibtanz
  • Entspannung
  • Gehen auf der Linie
  • Förderung der Atmung und Mundmotorik
  • Rhythmisch – musikalische Erziehung
  • Märchen- und Vorleserunden
  • Sprachspiele und Reime

Soziale und (inter-) kulturelle Bildung

Grundlegende Voraussetzung für alle Bildungsprozesse sind soziale Beziehungen. Kinder eignen sich eigenständig ihre Umwelt an. Sie suchen nach Antworten auf ihre Fragen. Unsere Fachkräfte begleiten, beobachten und unterstützen diese Aneignungsprozesse. Hierdurch entwickeln Kinder Selbstvertrauen und gewinnen eine Vorstellung ihrer eigenen Identität. Dies ist Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder offen und tolerant anderen Menschen oder auch nicht bekannten Gebräuchen und Lebenswelten gegenüber sein können. Sie lernen erste moralische Werte kennen und können eigene Haltungen (Meinungen) aufbauen. In unserer Kindertageseinrichtung treffen Kinder und Eltern unterschiedlicher Lebensformen, Familienwelten, Nationen, Kulturen, Religionen oder auch Weltanschauungen zusammen. Das Zusammensein in einer Kindergruppe kann somit auch durch eine Vielzahl von Meinungen und Bedürfnissen geprägt sein. Kinder benötigen deshalb ein konstruktives Konfliktverhalten sowie die Fähigkeit der Auseinandersetzung mit anderen Werten und Meinungen und das Erlernen des Eintretens für die eigenen Interessen. So lernen Kinder, Gefühle auszudrücken, Konflikte auszuhalten und Lösungen zu finden. Dies ist die Basis für gemeinschaftliche Erfahrungen, Solidarität und Freundschaft. Kinder lernen so, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und das sie selbst gesellschaftlich verantwortlich handeln können.

Ziel ist es, Kinder auf der Basis der Kenntnis der eigenen Kultur und Herkunft auf eine plurale Gesellschaft mit vielfältigen Lebensstilen und Glaubensvorstellungen vorzubereiten. Wichtig ist es, zu lernen, andere Normen und Werte zu akzeptieren ohne seine eigenen Interessen zu vernachlässigen. Kinder bilden auf diese Weise Akzeptanz und Toleranz als Grundlagen heraus.

Zielsetzung:

  • Positives Selbstwertgefühl
  • Selbständigkeit
  • Eigenverantwortung
  • Toleranz und Respekt
  • Beziehungen aufbauen

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Kindern werden strukturierte Angebote gemacht, bei denen sie die Möglichkeit haben, Gespräche zu unterschiedlichen Normen und Werten zu führen
  • in Projekten haben Kinder die Möglichkeit, Werte zu erleben, an Werten ausgerichtetes Verhalten zu erfahren und kindgerecht beeinflussen zu können; so wird Kindern die Möglichkeit gegeben, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
  • durch Partizipationsprojekte lernen Kinder ihre Rechte kennen
  • Aushandlung von Prozessen im Alltag und in Projekten auf der Basis von gemeinsamen Werten
  • Verantwortungsübernahme, ältere Kinder helfen den Jüngeren
  • Kinder lernen über den situativen Ansatz und Projektarbeit Konflikte anzusprechen und zu lösen
  • Erfahrungslernen - Gefühle werden benannt und reflektiert
  • Projekt: Kinder stark machen
  • Rollenspiele
  • Kinder erfahren, dass Rücksichtnahme und ein bereicherndes Miteinander (Solidarität) die persönliche Gefühlswelt erweitern
  • Kinder haben die Möglichkeit, über ihre verschiedenen (Erlebnis-) Welten u. a. in Morgenkreisen zu berichten. Dies wird in daraus resultierenden Projekten aufgearbeitet.
  • Aufbau von interkultureller Kompetenz über interkulturelle Projekte und alltägliche selbstverständliche Begegnung

Musisch- ästhetische Bildung

Kinder entwickeln sich durch aktive und kreative Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. Sie lernen überwiegend aus unmittelbaren Erfahrungen und Wahrnehmungen.
Ästhetische Bildung berührt hierbei alle Bereiche des täglichen Lebens. Darunter wird in kindlichen Bildungsprozessen das Ergebnis der sinnlichen Erfahrungen verstanden, dass selbst zu neuem Wissen und Erkenntnisgewinn führen kann.

Bildungsprozesse von Kindern werden durch vielfältige Möglichkeiten von Sinneserfahrungen und Ausdrucksformen ermöglicht. Kindern wird so neben der Konstruktion von inneren Bildern die Gestaltung von äußeren Bildern ermöglicht.

Vielfältige Sinneserfahrungen und Ausdrucksformen sind wichtig. Hierzu zählen insbesondere das freie Spiel sowie alle Formen der Gestaltung, Musik, Tanz, Bewegung, Entspannung, Rollenspiele und das Singen.

In allen kreativen Entwicklungsbereichen sollten Kinder reichlich Gelegenheit und Zeit erhalten, ihre Ideen zu erproben und umzusetzen. Wir Erzieherinnen sehen unsere Aufgabe darin, viele verschiedene Materialien und ein breites Angebot für das kreative Experimentieren und Ausprobieren bereitzustellen. Solche Anregungen laden die Kinder dazu ein, etwas anzuschauen, anzufassen, etwas neu zu entwickeln, sich gedanklich damit auseinanderzusetzen und Pläne / Ziele in die Tat umzusetzen.

Zielsetzung:

  • Fantasie anregen
  • Visuelles Vorstellungsvermögen entwickeln
  • Ideen, Vorstellungen und Gefühle ausdrücken
  • Motivation, Selbstvertrauen, Lerninteresse, Selbständigkeit und Ausdauer entwickeln
  • Sich mit der eigenen Person und der Umwelt auseinandersetzen

Die Umsetzung erfolgt über:

  • gruppenübergreifende Projekte
  • Bereitstellen von unterschiedlichen Materialien und Angeboten zum bildnerischen Gestalten in der Werkstatt, den Gruppenräumen und dem Außenbereich
  • Rollenspiele
  • Vorlesenachmittage
  • Konstruktionsspiele
  • Legearbeiten
  • frei zugängliche „Verkleidungskisten“ für Rollenspiele
  • Erlebnisraum für unterschiedliche Sinneserfahrungen
  • freies Gestalten mit Naturmaterialien an Wald-Tagen
  • Musikinstrumente stehen zur freien Verfügung
  • Musik, Mitmach- Lieder und -spiele
  • Tanz und Rhythmik
  • musikalische Früherziehung in Kooperation mit der Musikschule (Klanggarten)
  • Meditation und Entspannungseinheiten im Wolkenraum und Nebenräumen  

Musikalische Früherziehung> Klanggarten

In unserer Einrichtung haben alle Kinder ab 3 Jahre regelmäßig die Möglichkeit, an dem Angebot  „Klanggarten“ unseres Kooperationspartners, der Musikschule der Stadt Erwitte, teilzunehmen.

Eine ausgebildete Musikpädagogin der Musikschule kommt zu uns in die Einrichtung, um den Kindern mit Bewegung, Tanz und Singen die Musik nahe zu bringen.

Religion und Ethik

Ein ganzheitliches Bildungsverständnis schließt für uns religiöse Bildung und ethische Orientierung mit ein, denn Kinder sind neugierig beim Erkunden der Umwelt. Sie stellen u. a. auch Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach dem Anfang und dem Ende des Lebens, als auch der Welt. Sie sind häufig fasziniert von all dem, was nicht unmittelbar erklärt werden kann.

Im Alltag begegnen Kinder unbewusst religiösen Symbolen und Bräuchen. Hierzu gehören z. B. verschiedene Kirchengebäude als auch verschiedenste, unterschiedliche religiöse Feste, Lieder, Gebete und Rieten im Laufe eines Jahres.

Kinder sind in ihrem Alltag mit verschieden Konfessionen, (Welt-)Religionen und Glaubensrichtungen konfrontiert, da unsere Gesellschaft zunehmend multireligiös geprägt ist. Daher sind Offenheit und Akzeptanz im interreligiösen Dialog für unsere Kindertageseinrichtung wichtige Merkmale der pädagogischen Arbeit.

Durch die Wahrnehmung und Anerkennung der Vielfalt der Kulturen und Religionen wird ein wichtiger Beitrag zum Zusammenleben der Menschen und zu mehr Chancengleichheit geleistet. Das Kennenlernen anderer Religionen hilft Fremdes zu verstehen und einzuordnen. Dies stärkt auch die eigene Identität von Kindern.

Ethische und religiöse Bildung soll dazu beitragen, dass Kinder sich in dieser Welt besser orientieren können und befähigt werden unsere Gesellschaft mitzugestalten.

Zielsetzung:

  • Unterschiedliche Formen der Weltanschauung, Glaube und Religion kennenlernen
  • Die multikulturelle und multireligiöse Lebenswelt wahrnehmen und erleben
  • Sinn- und Bedeutungsfragen stellen
  • Feste und Rituale aus eigenen und anderen Kulturkreisen zu entdecken
  • Eigene spirituelle Erfahrungen zu machen und ein eigenes Gottesbild zu entwickeln
  • Durch Vermittlung religiöser Offenbarungen innere Stärke und Zuversicht zu gewinnen
  • Sensibilität für religiöse Wahrnehmungen zu entwickeln
  • Werthaltungen kennenlernen und eigene Standpunkte finden (Toleranz, Akzeptanz, Verantwortung für sich und andere sowie die Natur und Umwelt, Solidarität)
  • Religion als kulturprägende Kraft kennenlernen, sich damit auseinandersetzen und Kulturgeschichte kennenlernen
  • Sich ihrer Tradition zu vergewissern
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Werte von Religionen zu erfahren

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Vermittlung von Ethik, Moral und Werten
  • Akzeptanzvermittlung
  • Hilfestellung bei der Suche nach eigenen Werten
  • Kennenlernen von Symbolen, Liedern und Rieten unterschiedlicher Kulturen
  • Einbeziehung von Liedern, Geschichten, Texten, religiösen Symbolen und Ritualen in die Jahresplanung
  • gemeinsames Vorbereiten und Gestalten multikultureller Aktionen und Feste
  • gemeinsames Vorbereiten und Feiern jahreszeitbezogener religiöser Feste (Ostern, Erntedank, Sankt Martin, Nikolaus und Weihnachten)

Mathematische Bildung

Unsere Welt ist voller Mathematik. Ihre Alltäglichkeit kann Kindern bewusst werden, indem ihnen viele Möglichkeiten geboten werden, Beziehungen, Strukturen und Regelmäßigkeiten zu entdecken. Hierzu greifen wir die Vorlieben von Kindern auf, bspw. Dinge zu zählen, Aufsagen von Zahlwortreihen und Abzählreimen, Bauen und Experimentieren, Beobachtung von Symmetrien in der Natur, Differenzierung unterschiedlicher räumlicher Wahrnehmung, bspw. beim Klettern, Toben und Verstecken oder auch der unterschiedlichen Wahrnehmung von Zeit, Maß und Mengeneinheiten bspw. bei den unterschiedlichen Werten und Größen von Geld, anderen Maßeinheiten, spezifischen Größen oder auch Gewichten.

Die Freude von Kindern kann so genutzt werden, um geschlechtsunabhängig eine positive Grundhaltung zur mathematischen Bildung zu erfahren.

Zielsetzung:

  • Ordnungssysteme kennenlernen
  • Raum-Lage-Beziehung erfahren
  • Mathematische Lernentwicklung unterstützen
  • Zahlenraum von 0 -10 erkunden
  • Zuordnung von Zahlen und Mengen
  • Umgang mit geometrischen Formen, Räumen, Maßen und Gewichten
  • Selbstvertrauen und Kompetenzen bilden und festigen
  • Zeitverständnis

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Zahlenwerkstatt
  • alltägliches Aufgreifen von Mengen in Alltagssituationen
  • alltägliches Aufgreifen von mathematischen Aspekten in Spielsituationen
  • alltägliches Aufgreifen von Zahlen und Zeit
  • Experimentieren und Forschen mit unterschiedlichen Materialien, Zeit- und Mengensystemen
  • Einsatz von Materialien zum Wiegen, Messen, Sortieren, Vergleichen und Zählen in allen Gruppen
  • Vorhalten unterschiedlichster Materialien wie Mais, Glassteine, Knöpfe, Sand, Wasser, Papier, Naturmaterialien (z. B. Kastanien), wertfreiem Material u. a.
  • Bauen und Konstruieren
  • Elektrowerkstatt
  • Magnetspiele

Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Kinder setzen sich spielerisch handelnd und experimentell mit vielen Materialien, Werkzeugen und technischen Vorgängen auseinander. Sie entdecken und beobachten in der Natur Phänomene, Veränderungen und Zusammenhänge.

Durch vielfältige Angebote können Kinder zum Staunen, Fragen, Experimentieren und zur Suche nach Lösungen angeregt werden. Sie beginnen so nach und nach naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge zu verstehen und einzuordnen. Dabei erweitern sie ihre individuellen Problemlösungsstrategien indem sie verschiedenste Methoden und Problemlösungsstrategien in der Kita kennenlernen und nutzen. Sie erleben Wirkungszusammenhänge und nutzen diese zur Lösung von Problemen und zur Durchführung von kreativen Tätigkeiten.

Im Idealfall erleben Kinder die Auswirkungen technischer Vorgänge auf die Natur und ihre eigene Lebenswelt. So werden sie befähigt die Auswirkungen ihres Handelns einzuschätzen und entwickeln eine persönliche Haltung zu ihrem Tun.

Zielsetzung:

  • Lernen durch eigenes Tun
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Wissbegierde unterstützen
  • Lerninteresse wecken
  • Entwicklung von Experimentierfähigkeit
  • Entwicklung von Vorstellungskraft
  • Problemlösestrategien finden
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Kreatives Denken

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Naturbeobachtungen
  • Langzeitbeobachtungen
  • Exkursionen zum Beispiel zum Erdbeerfeld...
  • Waldaufenthalte
  • backen und kochen
  • forschen und experimentieren
  • großflächige Möglichkeiten zum Bauen und Konstruieren im Innen- und Außenbereich
  • unterschiedliches Bau- und Konstruktionsmaterial
  • Projekte zu den Themen Magnetismus, geometrische Grundformen, Optik, Licht u. a.
  • gezielte Angebote nach dem teiloffenen projektorientierten Konzept
  • jede Gruppe verfügt über verschiedenste Materialien zum Wiegen, messen, sortieren, vergleichen, zählen und unterscheiden

Ökologische Bildung

Die ökologische Bildung steht in einem engen Verhältnis zu allen anderen Bildungsbereichen. Je nach Ausrichtung in der alltäglichen oder projektorientierten Arbeit liegt der eine oder auch ein anderer Bildungsbereich mehr im Vordergrund.

Kinder lieben es, das Kita-Gelände und die Natur in der Umgebung zu erkunden, Sträucher und Pflanzen zu setzen und den Wuchs zu beobachten. Durch die Auseinandersetzung mit der Natur und der Umwelt erweitern Kinder ihre Kenntnisse über die Welt, stellen Zusammenhänge her und können so Gesetzmäßigkeiten, die Schönheit und den Nutzen der Natur erfahren. Kindern wird die Möglichkeit gegeben, Einblicke in die Zusammenhänge und gegenseitige Abhängigkeiten der Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Menschen zu erhalten und diese zu erforschen. So lernen sie spielerisch, Schlussfolgerungen zu ziehen und eigene Verhaltensweisen zu entwickeln. Kinder können so für den nachhaltigen Erhalt der Umwelt sensibilisiert, werden.

Zielsetzung:

  • Zusammenhänge in der Natur erfahren
  • Bewusster Umgang mit Energien und Ressourcen
  • Umweltschutz
  • Natur und Nachhaltigkeit
  • Klimawandel

Die Umsetzung erfolgt über:

  • Kinder erhalten Einblicke in die Zusammenhänge und Abhängigkeiten der Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Menschen
  • gemeinsam mit Kindern wird der sorgsame Umgang mit natürlichen Ressourcen, Pflanzen und Lebewesen eingeübt
  • Kinder lernen Verantwortung für die Umwelt und das eigene Handeln zu übernehmen
  • Kindern wird die Möglichkeit gegeben, Lebenszyklen vom Werden bis zum Vergehen bei Pflanzen, Tieren und Menschen kennenzulernen
  • Kennenlernen der Abfallstoffe, der Mülltrennung und der Müllvermeidung
  • Kennenlernen des bewussten Umgangs mit Energie und Wasser
  • naturnahes Außengelände mit altem Baumbestand, Gebüschen und Anpflanzmöglichkeiten
  • Möglichkeit bei jedem Wetter draußen zu spielen
  • Experimentieren für Kinder
  • Beobachtungsmaterial und Nachschlagewerke zum selbstständigen Forschen und Entdecken

Medien

Kinder wachsen mit den verschiedensten Medien auf. Viele Kinder haben bereits früh einen Zugang zu digitalen Medien. Je nach Verfügbarkeit nutzen Kinder diese Medien häufig wie selbstverständlich. Unser situationsorientierter Ansatz steht vor der Aufgabe, alle Lebenssituationen von Kindern aufzugreifen. Aufgabe in diesem Bildungsbereich ist es u. a., diese Medienerfahrungen aufzugreifen und Kindern Verarbeitungs- und Veränderungsmöglichkeiten anzubieten. Wichtigstes Ziel hierbei ist die Entwicklung von Medienkompetenz. Zur Vermittlung der Medienkompetenz ist es unerlässlich, die Eltern als Partner der Kindertageseinrichtung einzubinden.

Ziel der medienbezogenen Bildung ist es, Medienkompetenz aufzubauen sowie eine kritische Reflexion von Medienformen und Medieninhalten und ihrer Nutzung zu ermöglichen. Kinder erhalten bei einer nicht altersgemäßen Nutzung von Medien die Möglichkeit, Erlebnisse, die sie beschäftigen oder auch ängstigen, zu verarbeiten. Dies erfolgt über die Möglichkeit zu reden, zu fantasieren, zu malen oder auch durch Rollenspiele.

Zielsetzung:

  • Aneignung von Medienkompetenz
  • Bewusster Umgang mit Medien
  • Medien erkennen, verstehen und sinnvoll verwenden können
  • Wissensvermittlung

Die Umsetzung erfolgt über:

  • reflexive Auseinandersetzung mit Medieninhalten
  • Nutzung von Medien zur Darstellung eigener Ideen und Themen von Kindern
  • Nutzung von digitalen Medien zur Dokumentation der Geschichten und Erzählungen von Kindern
  • Nutzung von digitalen Medien als Speicher von biografischen Erfahrungen von Kindern
  • Dokumentation mit Portfolio
  • Aufgreifen von Medienhelden- und -ängsten von Kindern
  • Aufstellung von Medienregeln mit Kindern und gegebenenfalls auch mit Eltern
  • Nutzung von Medien zu Lern- und Übungszwecken
  • medienpädagogische Arbeit mit Kindern, wie der Arbeit mit der digitalen Kamera, Einsatz von CD's, PC, Büchern, Zeitungen, Filmen
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